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Exerzitienhaus HohenEichen Dresden
1. Februar 2018
Liebe Freundinnen und Freunde von HohenEichen,

in seiner Neujahrspredigt wies Papst Franziskus darauf hin, dass Maria in den Weihnachtsgeschichten nirgendwo selbst zu Wort kommt. Sie habe schweigend und „ganz schlicht“ Gottes Wort und Auftrag bewahrt. „Dieses Schweigen sagt uns, dass auch wir die Stille brauchen.“

Wie wahr! Unser Leben gelingt, wenn wir dem Schweigen und der Stille den dazu nötigen Raum geben. Bei diesem Gedanken begleiten mich seit langem die Worte des Priestermönches Michail vom Kloster Neu-Walaam. In einem Gespräch mit Sergej N. Bolšakov sprach der Mönch einmal von zwei Arten der Stille. Die erste Art ist geprägt von äußerem Schweigen. Wir sprechen nicht und lassen alles weg, was uns in die Zerstreuung führt. Dies führt zu einer ersten großen Wandlung in unserem Leben. Worte, mit denen wir andere und uns selbst verurteilen, werden weniger. Gleichzeitig aber machen wir auch die Erfahrung, dass es in uns immer noch viele Gedanken, Bilder und Erinnerungen gibt, die uns nicht zur Ruhe kommen lassen. „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir“, sagt der heilige Augustinus.

Die zweite Art der Stille, auf die der Priestermönch hinweist, ist eine innere Stille, ein inneres Schweigen. Wer mit dieser Stille in Kontakt kommt, hat den „Frieden des Herzens“ erworben. Menschen, die in diesem Frieden leben, können „von morgens bis abends“ reden und „bleiben dennoch unablässig in der Ruhe, weil sie nichts sagen, was nicht anderen oder ihnen selbst nützlich wäre“, sagt Michail.

Lebendige Stille ist also nicht allein die Abwesenheit von Worten, wie es auch Papst Franziskus in seiner Generalaudienz am 10. Januar betonte. Lebendige Stille ist das innere Schweigen, durch das unser Leben befriedet wird. Alles, was dazu beiträgt, dieses innere Schweigen zu erlangen, ist gut. Mir persönlich hilft das Jesusgebet: Dabei verbinde ich meinen Atem mit der Anrufung des Namens Jesus Christus. Wenn sich Zerstreuungen einstellen, kehre ich, so gut es geht, sanft und entschieden zur Anrufung Seines Namens zurück. Schritt für Schritt werde ich dadurch in das innere Schweigen geführt. Dort zeigt sich mir Jesus Christus, der will, dass mein Leben gelingt. „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh 10,10).  

Dieser Weg in das innere Schweigen ist eigentlich sehr einfach, aber eben nicht immer leicht, wie P. Franz Jalics SJ zu sagen pflegte – probieren Sie es aus!

Mit herzlichen Grüßen

Wilfried Dettling SJ


Abendreihen
Eucharistie und Lebenskultur: Wovon die Liebe lebt - Lebenskultur aus dem Geist des Evangeliums
Eucharistie und Lebenskultur: Wovon die Liebe lebt - Lebenskultur aus dem Geist des Evangeliums
Leitung: Willi Lambert SJ
22.2. | 1.3. | 8.3. | 15.3. | 22.3.
Was das Leben lebenswert macht, kann man nicht nur aus guten psychologischen Ratgebern lernen. Die Eucharistie bringt in der Gestalt einer sakramentalen Feier alles Lebenswissen Jesu und seines „Evangeliums der Liebe“ zum Ausdruck. Die Eucharistie ist kein bloßes Ritual, sondern gefeierte Lebendigkeit. Sie ist Antwort auf die Frage, wovon die Liebe lebt, und damit Hilfe für den liebevoll gelebten Alltag.
Weitere Informationen und Anmeldung                                                                                            
Lektüreabend zum Jesusgebet
Lektüreabend zum Jesusgebet
Leitung: Wilfried Dettling SJ
27.2. | 6.3. | 13.3.
Gebet ist der Weg, der uns in die Beziehung mit Gott bringt. Und Beten ist das konkrete Beschreiten dieses Weges. Das Christentum kennt hierfür viele Wege. Einer davon ist das Jesusgebet. Diese Gebetsweise wurde von den Wüstenvätern des 4. und 5. Jahrhunderts gepflegt. Über die Mönche vom Berg Athos gelangte das Jesusgebet nach Russland und von dort in die Westkirche, wo es seit einigen Jahrzehnten von sehr vielen neu entdeckt wird.
Weitere Informationen und Anmeldung                                                                                           

Haus HohenEichen
Exerzitienhaus . Leitung: P. Dr. Wilfried Dettling SJ
Dresdner Str. 73 . 01326 Dresden .
www.haus-hoheneichen.de
Telefon: 0351 26164-10 . Fax: 0351 26164-11
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