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Exerzitienhaus HohenEichen Dresden
1. November 2016
Liebe Freundinnen und Freunde von HohenEichen,

am 20. November endet das Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Die Initiative von Papst Franziskus hat die Bedeutung der Barmherzigkeit Gottes in ein neues Licht gerückt. „Barmherzigkeit hat nicht nur etwas mit unserer persönlichen Beziehung zu Gott zu tun. Mit der gleichen Barmherzigkeit, mit der Gott sich uns zuwendet, sollen wir auch unseren Mitmenschen begegnen“, hieß es dazu vor einem Jahr in einer Botschaft der deutschen Bischöfe.

Was macht unser Christsein aus und wie nehmen wir mit Blick auf Gottes Barmherzigkeit die Verantwortung uns selbst und der Welt gegenüber wahr? Fragen dieser Art sind zentral für unsere christliche Identität! Sie sollen und müssen uns beschäftigen, nicht nur, aber auch deshalb, weil wir im Leben immer wieder die Erfahrung machen, uns selbst und anderen gegenüber eher kritisch, misstrauisch und unbarmherzig zu begegnen. Da geht es uns dann manchmal wie dem Mann aus der „Geschichte mit dem Hammer“, die der Philosoph und Psychotherapeut Paul Watzlawick in seinem Buch „Anleitung zum Unglücklichsein“ erzählt. Ein Mann will sich von seinem Nachbarn einen Hammer ausleihen, kommt aber zu dem Schluss, dass dieser ihm nicht wohlgesonnen ist, und statt ihn sachlich und freundlich um den Hammer zu bitten, schreit er den Nachbarn an mit den Worten: „Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!“

Misstrauen und Unbarmherzigkeit sind oft Folge einer verstellten Realitätswahrnehmung. Der Blick auf Jesus, sein Leben und Wirken, kann uns helfen, einen klareren Blick für unser Leben zu bekommen. „Ich war hungrig, … fremd, … nackt und ihr habt mir geholfen“, das ist die Antwort Jesu auf die Versuchung der Unbarmherzigkeit, die in jedem von uns schlummert. Dieses Jesuswort ist die „Ur-Kunde“ unseres Glaubens. Es fordert uns auf, den Gekreuzigten und Auferstandenen in uns selbst und im Nächsten zu finden.

Weil Gott in Jesus Christus die Barmherzigkeit für uns ist, sollen auch wir uns um einen barmherzigen Umgang miteinander und mit uns selbst bemühen. Auch wenn das Heilige Jahr der Barmherzigkeit nun zu Ende geht, hoffe und wünsche ich sehr, dass die Früchte, die in den vergangenen Monaten gewachsen sind, noch länger nachwirken, als dieses Jahr gedauert hat.

Mit herzlichen Grüßen

P. Wilfried Dettling SJ


Veranstaltungshinweise

Biblisches Wochenende
Biblisches Wochenende
Freitag, 2. – Sonntag, 4. Dezember 2016
Leitung: Willi Lambert SJ
Die Weisheit als „Meisterin aller Dinge“ (Weish 7,21)    
                                                                                             
Kontemplative Kurzexerzitien
Kontemplative Kurzexerzitien
Donnerstag, 8. bis Montag, 12. Dezember 2016
Leitung: Wilfried Dettling SJ, Elisabeth Huber              
„Schweige und höre, ... suche den Frieden.“ (Gotteslob 433,2)         
Kontemplative Exerzitien (Silvesterkurs)
Kontemplative Exerzitien (Silvesterkurs)
Donnerstag, 29. Dezember 2016 – Sonntag, 8. Januar 2017
Leitung: Wilfried Dettling SJ, Christa Huber CJ
„Am Baume des Schweigens hängt seine Frucht, der Friede.“
(Aus Arabien)
                                                                          

Haus HohenEichen
Exerzitienhaus . Leitung: P. Wilfried Dettling SJ
Dresdner Str. 73 . 01326 Dresden .
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Telefon: 0351 26164-10 . Fax: 0351 26164-11
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