load images
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde von HohenEichen,

in einigen Bundesländern sind die Sommerferien schon zu Ende, in anderen dauern sie noch an. Wahrscheinlich haben sich in der  Urlaubszeit viele von Ihnen auf den Weg gemacht, um sich zu erholen und Kraft zu schöpfen für den Alltag.

Auch bei uns in HohenEichen ist der Alltag wieder eingekehrt. Für mich war es eine Freude, zu sehen, wie  sich unser Haus beim ersten Exerzitienkurs nach der Sommerpause mit Leben füllte. Meistens begrüße ich unsere Gäste mit den  Worten: „Herzlich willkommen in HohenEichen. Ich hoffe, Sie hatten eine gute Anreise.“ Und nicht selten bekomme ich dann zur Antwort: „Ja, danke, die Reise war zwar lang, es ging aber alles sehr gut.“ Auf dem Weg sein und ankommen, zwei Bilder, die gut zu dem passen, was Exerzitien sind. Auch die Teilnehmer an den „Weg-Exerzitien“ werden sich nächste Woche täglich zu verschiedenen Zielen auf den Weg machen. Im schweigenden Gehen finden sie zu sich selbst, erfahren Gott auf dem Weg durch die Natur und begegnen in der Gemeinschaft den Anderen. Es ist ein Leben, wie Jesus es gelebt hat. Er war auf dem Weg, mitten unter den Menschen, hat sich aber auch immer wieder zurückgezogen, um allein zu sein und sich mit Gott, seinem Vater, zu verbinden. Jesus hat sich bewusst Auszeiten genommen, um Abstand zu gewinnen, sich auszurichten und „aufzutanken“. In HohenEichen können unsere Gäste diesen Wechsel zwischen Aktion und Kontemplation einüben. Wer  diese jesuanische Lebensweise konsequent übt, der macht die Erfahrung von innerer Ruhe und Gelassenheit, die auch den Stürmen des alltäglichen Lebens standhalten. Dies alles ist ein bewusster Übungsweg.

Bei den Wüstenvätern gibt es dazu eine schöne Geschichte. Ein Schüler, der auf dem geistlichen Weg war, suchte einst einen Wüstenvater auf. „In mir gibt es zwei Kampfhunde“, sagte der Schüler. „Der eine weist mir immerzu den Weg nach außen, der andere lockt mich auf den Weg der Innerlichkeit. Ich fühle mich zerrissen, was soll ich tun?“, fragte der Schüler. Der Wüstenvater hielt inne und nach längerem Schweigen fragte er nach: „Und, welcher der beiden Kampfhunde gewinnt?“ Der Schüler war verdutzt, blickte zu Boden und ging in sich. Da erhob er seinen Blick und gab zur Antwort: „Ich glaube, der gewinnt, den ich füttere.“

Vieles liegt an uns, womit wir unseren Geist und unser Leben „füttern“.  Das „Futter“ bestimmt zu einem großen Teil die Wahrnehmung unserer Realität und damit unser Handeln; Gott gegenüber, uns selbst gegenüber und dem Nächsten gegenüber.

Herzliche Grüße


P. Wilfried Dettling SJ


Weg-Exerzitien
Weg-Exerzitien
Sonntag, 6. September 2015 -
Freitag, 11. September 2015
Leitung: Josef Tammer, Gebhard Gläser
                                                                        
Brunnentag
Brunnentag
Samstag, 12. September 2015
Leitung: Willi Lambert SJ
                                                                       
Zen-Wochenende
Zen-Wochenende
Freitag, 18. September 2015 -
Sonntag, 20. September 2015
Leitung: Bernd Groschupp
                                                                      
Ökumenische Einzelexerzitien
Ökumenische Einzelexerzitien
Mittwoch, 23. September  2015 -
Sonntag, 27. September 2015

im Haus der Stille Grumbach
Leitung: Wilfried Dettling SJ, Thomas Schönfuß
                                                                       
Kontemplative Exerzitien
Kontemplative Exerzitien
Sonntag, 27. September 2015 -
Sonntag, 4. Oktober 2015

Leitung: Wilfried Dettling SJ, Heike Schorcht
                                                                       

Haus HohenEichen
Exerzitienhaus . Leitung: P. Wilfried Dettling SJ
Dresdner Str. 73 . 01326 Dresden .
www.haus-hoheneichen.de
Telefon: 0351 26164-10 . Fax: 0351 26164-11
E-Mail:
info@haus-hoheneichen.de . www.facebook.com/haus.hoheneichen

Falls Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an newsletter@haus-hoheneichen.de mit dem Betreff „Abmeldung Newsletter“.