Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

Exerzitienhaus HohenEichen – Internetseite
1. Mai 2020
Liebe Freundinnen und Freunde von Haus HohenEichen,

in unserer kleinen Reihe über das Beten – inspiriert durch das Buch „Ich muss nicht beten können“ von Ralf Huning SVD – geht es im dritten und letzten Teil um die Wirkungen des Betens. Wie kann ich die Auswirkungen, die „Früchte“, in meinem Leben erkennen?

Wenn ich darauf vertraue, dass der Heilige Geist in mir betet und „mit unaussprechlichem Seufzen“ für mich eintritt, dann finde ich in der Bibel bei Paulus die „Früchte des Geistes“, nämlich „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung“ (Gal 5,22–23). Und Paulus ist davon überzeugt, dass der Geist des Herrn uns frei macht (2 Kor 3,17). Ralf Huning erzählt: „Ich begriff: Wenn mich mein Beten und Meditieren freier, liebender, froher, geduldiger und gütiger macht, dann weiß ich, dass der Geist ganze Arbeit geleistet hat. Dass er auf seine Weise betet und dass Gott sein Gebet gut verstanden hat.“

Ähnlich hat es mein Mitbruder Franz Jalics formuliert: „Wenn du merkst, dass du, ohne dich zu bemühen, die Menschen ein bisschen mehr liebst, ihnen gegenüber mehr Geduld empfindest, wenn du merkst, dass dein Lebensgefühl ein bisschen positiver geworden ist, deine Toleranzgrenze in schwierigen Situationen sich geweitet hat, und wenn du merkst, dass du dich selbst mehr so nehmen kannst, wie du bist, ja, dann geht dein Gebet in die richtige Richtung.“

Treffender kann man es kaum ausdrücken! Die Mitmenschen mehr lieben, aber auch sich selbst annehmen und dem Leben mit Zuversicht begegnen. Nicht um sich selbst kreisen, sondern herausgehen aus „Eigenliebe, Eigenwillen und Eigennutz“, wie Ignatius von Loyola im Exerzitienbuch sagt. Das Herz und den Blick weiten.
Mariendarstellung von Peter Moser im Park von Haus HohenEichen Der Monat Mai lenkt unseren Blick hin auf Maria. Sie ist für mich das Beispiel eines Menschen, der dem Heiligen Geist Raum gegeben hat und dadurch weit geworden ist für Gott und die Menschen.

Auf wunderbare Weise bringt dies meines Erachtens die Mariendarstellung von Peter Moser in unserem Park zum Ausdruck. Der Blick Marias geht ins Weite und gleichzeitig schaut sie nach innen. Sie sieht, was um sie herum geschieht und erwägt es in ihrem Herzen. Sanft legt sie ihre Hände um Jesus, ohne ihn festzuhalten. Sie gibt Schutz und Geborgenheit und lässt frei.

Bitten wir Maria, dass sie uns helfen möge, in der Haltung der Offenheit und Weite zu wachsen:

Maria, nimm mich in deine Haltung hinein. Breite meine Arme aus mit den deinen, damit Christus in mir Raum findet, dass Er in mir wachsen kann. Breite meine Arme aus mit den deinen, dass auch ich weitergeben kann, was Gott in mich gelegt hat – dass ich Seine Liebe zu den Menschen bringen kann.

Mit herzlichen Grüßen
Unterschrift von Albert Holzknecht SJAlbert Holzknecht SJ

Nachlese
Bis Pfingsten befinden wir uns in der Osterzeit, weshalb wir Ihnen noch die folgenden zwei Artikel als Lektüre empfehlen:
Werner Hofmeister, Tabula Saltandi, 2003, Aluminiumguss, Miniumorange lackiert, Kalvarienberg Graz. Errichtet in der Ausstellung: HIMMELSCHWER. Transformationen der Schwerkraft, Graz 2003 – Kulturhauptstadt Europas; Foto: Alois Kölbl Still und empfangsbereit
Claudia Arnold, unsere Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit, plädiert dafür, ab und zu auf das Reden zu verzichten und ins Schweigen zu gehen.

Wieder anfangen zu leben!
Albert Holzknecht SJ beschreibt in seiner Osterpredigt ein ungewöhnliches Werk des Künstlers Werner Hofmeister mit dem Titel „Tabula saltandi“.

Aktuelle Informationen
Aufgrund der Corona-Pandemie mussten wir leider auch unsere Kurse im Mai absagen. Wir hoffen, Sie möglichst bald wieder bei uns begrüßen zu können. Bitte informieren Sie sich auf unserer Internetseite über den aktuellen Stand der Dinge.
Kontemplationstage verschoben Kontemplationstage verschoben
Das Elbhangfest 2020 wird wegen der Corona-Pandemie von Juni auf September verschoben. Deswegen verschieben wir die beiden verbleibenden Kontemplationstage 2020.

Kursprogramm 2021 ist online Kursprogramm 2021 ist online
Neben den bewährten Angeboten gibt es im Jubiläumsjahr „100 Jahre HohenEichen“ einige Neuerungen. Erstmalig finden Exerzitien mit Bibliodrama statt sowie Wanderexerzitien für junge Erwachsene. Blättern Sie durch unser Programm und melden Sie sich am besten gleich an!

Haus HohenEichen
Exerzitienhaus . Leitung: P. Albert Holzknecht SJ
Dresdner Str. 73 . 01326 Dresden . www.haus-hoheneichen.de
Telefon: 0351 26164-10 . Fax: 0351 26164-11
E-Mail: info@haus-hoheneichen.de . www.facebook.com/haus.hoheneichen
Empfehlen Sie uns bitte weiter: Mit einer einfachen Online-Anmeldung auf unserer Internetseite unter www.haus-hoheneichen.de/aktuelles/newsletter-bestellen können auch Ihre Freunde und Bekannten unseren Newsletter abonnieren.
Sollten Sie kein Interesse mehr am regelmäßigen Newsletter haben, ist eine Abmeldung für Ihre Adresse unknown@noemail.com unter folgendem Link möglich: Abmelde-Link