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Exerzitienhaus HohenEichen – Internetseite
1. Juli 2020
Liebe Freundinnen und Freunde von Haus HohenEichen,

„Es tut so gut, wieder hier zu sein! Schon beim Hinaufgehen nach HohenEichen ging mir das Herz auf“, schildert eine Frau begeistert ihre Ankunft hier bei uns am Elbhang in Hosterwitz. Das zu hören, freut mich sehr. Denn so soll es sein: Das Herz soll weit werden für die begeisternde Botschaft Jesu Christi.

In den „Erzählungen der Chassidim“ schreibt Martin Buber, dass alle großen Religionen und religiösen Bewegungen darauf ausgingen, ein Leben in Begeisterung zu erzeugen. Er sammelte für sein Werk eine Vielzahl der mündlich und schriftlich überlieferten Geschichten aus der Welt des osteuropäischen Judentums. Er hob sie auf ein neues sprachliches Niveau und beleuchtete ihren historischen und philosophischen Hintergrund. Buber selber schreibt in seiner Einleitung: „Die Überlieferungen gehen auf begeisterte Menschen zurück, die in ihren Erinnerungen und Aufzeichnungen festgehalten haben, was ihre Begeisterung wahrnahm oder wahrzunehmen glaubte.“ Die Geschichten erzählen von Begeisternden, den „Zaddikim“, den Verantwortlichen der chassidischen Gemeinden, und Begeisterten, den „Chassidim“, die diese Gemeinden bilden.

Zur Entstehung der Erzählungen stellt Buber fest: „Man hat Großes gesehen, man hat es mitgemacht, man muss es berichten, es bezeugen. … Aber die Erzählung ist mehr als eine Spiegelung: die heilige Essenz, die in ihr bezeugt wird, lebt in ihr fort. Wunder, das man erzählt, wird von neuem mächtig. Kraft, die einst wirkte, pflanzt im lebendigen Worte sich fort und wirkt noch nach Generationen.“ Und Buber zitiert einen Rabbi mit den Worten „Eine Geschichte soll man so erzählen, dass sie selber Hilfe sei“ und lässt ihn folgendes Beispiel erzählen:

„Mein Großvater war lahm. Einmal bat man ihn, eine Geschichte von seinem Lehrer zu erzählen. Da erzählte er, wie der heilige Baalschem beim Beten zu hüpfen und zu tanzen pflegte. Mein Großvater stand und erzählte, und die Erzählung riss ihn so hin, dass er hüpfend und tanzend zeigen musste, wie der Meister es gemacht hatte. Von der Stunde an war er geheilt. So soll man Geschichten erzählen.“

Eine wunderbare Geschichte! Sie erinnert mich an den Satz eines Pfarrers, der augenzwinkernd meinte: „Ich bin der erste Hörer meiner Predigt.“ Seine Predigten sollten ihm helfen, aus ihm selber einen Begeisternden zu machen, einen, der die frohe Botschaft überzeugend weitergeben kann.

Auch uns in HohenEichen ist es ein Anliegen, Begeisterung zu wecken dafür, was zu einem geglückten und sinnerfüllten Leben verhilft. Seit fast 100 Jahren sind wir hier, um gemeinsam mit vielen Kursbegleiter*innen und gemäß dem Auftrag unserer Stifterin Maria Immaculata von Sachsen „das Heil vieler Seelen … zu bewirken“. Ob es uns dabei gelingt, dass die Geschichten, die wir erzählen, Ihnen und auch uns Hilfe sind? Ich lade Sie ein, dies selbst herauszufinden!

Mit herzlichen Grüßen
Unterschrift von Albert Holzknecht SJAlbert Holzknecht SJ

Bewährtes und Neues
Kursprogramm 2021 ist online Kursprogramm 2021 ist online
Neben den bewährten Angeboten gibt es im Jubiläumsjahr „100 Jahre Haus HohenEichen“ einige Neuerungen. Erstmalig finden Exerzitien mit Bibliodrama statt sowie Wanderexerzitien für junge Erwachsene. Blättern Sie durch unser Programm und melden Sie sich am besten gleich an!
Virtueller Rundgang Virtueller Rundgang
Zusätzlich zum Rundflug über HohenEichen können Sie jetzt einen virtuellen Rundgang unternehmen. Start ist am Rezeptionsschild unterhalb der Linde. Besuchen können Sie die Bibliothek und den Meditationsraum im Seminarhaus, den Innenhof und die Kapelle sowie zwei Zimmer im Gästehaus. Und natürlich ist auch unsere „Bastei“ im Rundgang enthalten!

Haus HohenEichen
Exerzitienhaus . Leitung: P. Albert Holzknecht SJ
Dresdner Str. 73 . 01326 Dresden . www.haus-hoheneichen.de
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