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Exerzitienhaus HohenEichen – Internetseite
1. September 2020
Liebe Freundinnen und Freunde von Haus HohenEichen,

Ende September sollte das Elbhangfest nachgeholt werden, ein großes Bürgerfest, das von Loschwitz bis Pillnitz gefeiert wird und heuer zum 30. Mal stattgefunden hätte. Der veranstaltende Verein hat es jetzt auf 2021 verschoben. Das Festthema „Das Dreißigste tanzt!“ soll beibehalten werden. So werde ich erst im kommenden Jahr dieses Motto aufgreifen und Interessantes zum Tanz in der Bibel und im Christentum erzählen – und auch dazu einladen, das eine oder andere Tänzchen zu wagen.

Wenn in der Bibel von Tanzen die Rede ist, drücken Menschen dadurch ihre Freude aus. Mirjam „nahm die Pauke in die Hand und alle Frauen zogen mit Paukenschlag und Tanz hinter ihr her“ (Ex 15,20), als Gott den Israeliten am Schilfmeer geholfen und ihre ägyptischen Feinde vernichtet hatte. König David „tanzte mit ganzer Hingabe vor dem HERRN her“ (2 Sam 6,14), als die Bundeslade nach Jerusalem überführt wurde. Und Jesus erzählt im Gleichnis vom verlorenen Sohn, wie der Vater aus Freude über die Rückkehr seines Sohnes ein fröhliches Fest feiern ließ, mit „Musik und Tanz“ (Lk 15,25).

Ob wohl Jesus getanzt hat? In der Bibel finden wir dazu keine Information. Die Evangelien konzentrieren sich auf die wesentlichen Charaktereigenschaften Jesu, eine damals übliche Darstellung einer bedeutenden Person. Meiner Meinung nach hat Jesus getanzt, zum Beispiel bei der Hochzeit zu Kana. Denn zu einem fröhlichen Hochzeitsfest gehört auch Tanzen! Und Gott? Ob Gott wohl tanzt?
Bild „Der tanzende Gott“ von Sr. Basilia Gürth OSB Am 23. Mai dieses Jahres verstarb in Graz der Altbischof Johann Weber, im Volksmund „Herzensbischof“ genannt. Bischof Weber kehrte nach seiner Emeritierung in die Pfarrseelsorge zurück, wo ich ihn in meiner Zeit als Studierendenseelsorger regelmäßig traf und als aufgeschlossenen, interessierten und heiteren Menschen und Mitbruder schätzen lernte.

Nach seiner Beerdigung schickte mir jemand ein Sterbebildchen. Auf der Vorderseite ist ein Bild der ehemaligen Äbtissin Basilia Gürth OSB mit dem Titel „Der tanzende Gott“ abgedruckt (Foto: Neuhold). Es zeigt den auf einem Seil tanzenden, fröhlichen Gott. Bischof Weber hatte dieses Bild auch im Seniorenheim in seinem kleinen Wohn- und Arbeitszimmer hängen. Es war, wie er Besuchern sagte, Ausdruck seines Lebensgefühls – im Vertrauen auf Gott lächelnd über den Abgrund gehen: „Ich betrachte den tanzenden, lächelnden Gott, der immer wieder sagt … ich bin da!“

Gott hat sich in seinem Sohn auf unsere menschlichen Abgründe eingelassen, ist sogar in den Abgrund des Todes hinabgestiegen und ist durch seine Auferstehung zum Anführer des Lebens geworden. Es gibt Darstellungen, die zeigen den Auferstandenen als Tänzer. So malte zum Beispiel Giandomenico Tiepolo auf dem Deckengewölbe der Kirche San Polo in Venedig den Auferstandenen, der mit der Osterfahne in der Hand in einer lichtvollen Umgebung in den Himmel hineintanzt.

Bilder wie das von Sr. Basilia oder das von Tiepolo können in uns die Hoffnung stärken, dass Gott mit uns geht und uns beisteht in den „Drahtseilakten“ unseres Lebens.

Mit herzlichen Grüßen
Unterschrift von Albert Holzknecht SJAlbert Holzknecht SJ

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Letzte Gelübde von Albert Holzknecht SJ am 31. Juli 2020 Letzte Gelübde von Albert Holzknecht SJ am 31. Juli
Am Fest des hl. Ignatius von Loyola haben Hans Brandl SJ und Albert Holzknecht SJ vor dem neu ernannten Provinzial der Zentraleuropäischen Provinz, Bernhard Bürgler SJ, in der Jesuitenkirche in Innsbruck ihre letzten Gelübde abgelegt. Warum sich P. Holzknecht entschieden hat, Jesuit zu werden, können Sie auf der Seite der Österreichischen Provinz nachlesen. (Foto: Reinhold Sigl)

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Willi Lambert SJ lädt ein, in einer Oase der Stille und der Natur zur Ruhe zu finden. In thematischen Hinweisen wird er zeigen, dass kleine Wörter wie „Bitte“ und „Danke“ großes Leben spenden können.
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Pilgertag am 3. Oktober 2020 Pilgertag am 3. Oktober
Gebhard und Ilona Gläser laden zu einer Wanderung in der Sächsischen Schweiz ein, es ist der letzte Pilgertag unter ihrer Leitung. Der Pilgerrundweg ist etwa zwölf Kilometer lang und startet am Haltepunkt Schmilka-Hirschmühle.
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Kontemplationstag am 3. Oktober 2020 Kontemplationstag am 3. Oktober
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