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Liebe Freundinnen und Freunde von HohenEichen,

mit dem nahenden Ende des Kirchenjahres im November nehmen die Lesungen in der Liturgie wieder einen ernsten Ton an: sie rufen zur unablässigen Wachsamkeit, sie sprechen vom Warten auf den Herrn, der zu einer Stunde zurückkehren wird, in der wir es nicht vermuten. Jesus ermahnt seine Jünger, sich durch die bevorstehenden Ereignisse, die Kriege und die kosmischen Zeichen, nicht verunsichern zu lassen, nicht vor Angst zu vergehen. Wir lesen die apokalyptischen Botschaften in diesem Jahr angesichts der Kriege und Spannungen, angesichts der Eskalationsgefahr der Auseinandersetzungen im Heiligen Land und im ganzen Nahen Osten sicher noch einmal mit einer besonderen Betroffenheit.

Die Spannungen verschärfen sich weltweit, in vielen Ländern fühlen sich jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht mehr sicher. Ein längst überwunden geglaubter Antisemitismus kehrt mit Macht zurück.

Viele Menschen fragen sich, wo sie angesichts so vieler Krisen noch Hoffnung schöpfen können. Es wird ihnen zuviel, ständig Nachrichten von Bedrohungen und Unruhe zu hören, zumal sie ja auch noch die Fragen und Aufgaben in ihrem eigenen Leben, die oft nicht zu klein sind, angehen müssen. So einfach lässt sich das, was in der Welt geschieht, aber nicht ausblenden, wenn es Auswirkungen hat auf das, was auf unseren Straßen geschieht, bei den Menschen, die wir kennen.

Wir werden in diesem Winter sicher viel Licht brauchen. Die Hoffnung möchte kultiviert werden, damit sie aus unserem Leben nicht verschwindet.

Ich freue mich schon, bald einen Herrnhuter Stern ins Fenster hängen zu können, als kleines Zeichen des Lichtes in dunkler Zeit.

Im dunkelsten Punkt der Geschichte Israels ist das größte Dokument von Hoffnung entstanden, das Menschen vielleicht jemals aufgeschrieben haben: das „Trostbuch“ des Propheten Jesaia (Jes 40 bis 55). Noch heute faszinieren uns seine Bilder: die Wüste wird grünen und blühen. Die mühsamen Berge sollen abgetragen und die tiefen Täler aufgeschüttet werden, damit für Gott ein ebener Weg entsteht, auf dem er kommen kann. Neues Vertrauen entsteht, so dass der Säugling vor dem Schlupfloch der Natter spielen kann und Bär und Kuh zusammen auf der Wiese sind.

Ich möchte Sie einladen, in der kommenden Zeit bewusst die Hoffnung zu kultivieren. Sei es durch die Lektüre dieses Trostbuchs, oder vielleicht auch der Meditationen, die uns Papst Benedikt XVI. in seiner Enzyklika „Spe salvi“ – Auf Hoffnung hin sind wir gerettet hinterlassen hat.

Oder dass Sie bewusst ein Licht, eine Kerze oder einen Stern anzünden in den kommenden Wochen als Zeichen für sich selbst und für andere.

Herzliche Grüße

Ihr

Herbert Rieger SJ
Aktuelles

Ignatianische Exerzitien

Der erste Kurs des neuen Jahres sind ignatianische Exerzitien vom 07. bis 16. Januar. Pater Herbert Rieger SJ, Sr. M. Elisabeth Bäbler OSF und Sr. Petra Maria Brugger OSF stehen Ihnen zur individuellen Begleitung zur Verfügung.
Anmelden können Sie sich unter anmeldung@haus-hoheneichen.de
Hier erfahren Sie mehr über ignatianische Exerzitien.
 

Kontemplative Exerzitien

Der nächste kontemplative Exerzitienkurs bei dem es noch freie Plätze gibt, findet vom 06. bis 14. Februar statt. Markus Bolowich und Sr. Johanna Schulenburg CJ sind die Begleiter:innen dieses Kurses.
Anmelden können Sie sich unter anmeldung@haus-hoheneichen.de. Hier erfahren Sie mehr über kontemplative Exerzitien.
 

Männerwochenende

Für kurzentschlossene Männer:
Kleine Schritte zum guten Leben
Vom 10. bis 12. November findet ein Männer-Wochenende im Haus HohenEichen statt.
 
 

Kursprogramm online

Das Kursprogramm für 2023/24 ist online. 
Neben den Klassikern der Ignatianischen und Kontemplativen Exerzitien, den "großen" Exerzitien und den individuellen "Exerzitien nach Maß" gibt es 2024 auch wieder Exerzitien mit Aikido-Elementen sowie einen Ikonen-Schreib-Kurs.
Schauen Sie doch mal ins Online-Programm. Oder laden Sie sich das Programm als pdf-Datei  herunter.