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Liebe Leserin, lieber Leser,

Es kommt eher selten vor, dass der Valentinstag und der Aschermittwoch auf denselben Tag fallen. Dieses Jahr trifft es wieder einmal zu. Auf den ersten Blick scheint beides ganz und gar nicht zusammenzupassen.

 Auf der einen Seite Freude am Leben und an der Liebe, auf der anderen Seite Erinnerung an die Vergänglichkeit menschlichen Lebens, symbolisch ausgedrückt durch Herz und Aschenkreuz. Beim genaueren Betrachten kann man sagen, dass Liebe und Tod sehr viel miteinander zu tun haben, ja zusammengehören.

 

Von der Ordensschwester und Frauenärztin Ruth Pfau gibt es einen wunderbaren Text, der dies treffend zum Ausdruck bring. Sie sagt: „Wenn Du beginnst zu lieben, sagst Du schon ja zu den Tränen des Abschieds, sagst ja zu den Enttäuschungen, die nicht ausbleiben, zu Hoffnungen, die sich nicht erfüllen, zu Anfängen, die unvollendet bleiben.“

Das gilt für die Elternliebe, für die Freundesliebe und die partnerschaftliche Liebe. Wie beglückend ist es doch für Eltern, wenn sie ihr neugeborenes Kind zum ersten Mal in den Armen halten dürfen und miterleben, wie es gesund heranwächst. Doch es bleibt nicht immer so. Auf Zeiten der Freude und des Glücks folgen Phasen des Schmerzes und der Trauer, wenn ein Kind zum Beispiel erkrankt oder später ganz andere Wege geht, die nicht den Vorstellungen der Eltern entsprechen.

Wie bereichernd ist es, wenn Menschen freundschaftlich miteinander verbunden sind, einander vertrauen und füreinander da sind. Doch auch das Band der Freundschaft kann Risse bekommen durch Missverständnisse und mangelnde Kontaktpflege. Nicht anders verhält es sich in der partnerschaftlichen Liebe. Zwei Menschen lernen sich kennen, verlieben sich ineinander und wollen miteinander durch dick und dünn gehen. Neben den Momenten tiefster Glückseligkeit gibt es Momente des Zweifels, des Misstrauens und des Streits.

Liebe zielt auf Ewigkeit und trotzdem gibt es die Tränen des Abschieds, die nicht ausbleibenden Enttäuschungen, die nicht erfüllten Hoffnungen, die unvollendeten Anfänge. Das ist so, weil wir Menschen begrenzt und letztlich vergänglich sind. Und von daher meine ich, dass Valentinstag und Aschermittwoch zusammenpassen.

Vielleicht könnte eine kleine Übung des kommenden 14. Februar darin bestehen, sich an erlebte Momente des Glücks und der Liebe zu erinnern und für die Erfahrungen zu danken, die uns gezeigt haben, dass die Liebe stärker ist als Trauer und Schmerz und letztlich der Tod. 

In herzlicher Verbundenheit, Ihr

Albert Holzknecht SJ
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Kar- und Ostertage

Vom 22. bis 31. März findet ein Exerzitien-Kurs rund um die Kar- und Ostertage in HohenEichen statt. Es stehen für die Begleitung P. Albert Holzknecht SJ, Ursula Kaul und Elisabeth Neuhaus zur Verfügung.
Anmelden können Sie sich unter anmeldung@haus-hoheneichen.de
Hier erfahren Sie mehr über ignatianische Exerzitien.
 
Titelblatt Kursprogramm

Kursprogramm online

Das Kursprogramm für 2024 finden Sie online. 
Neu sind 2024 Exerzitien mit Schwertübungen. Außerdem sind wieder mit dabei: Exerzitien mit AIKIDO-Elementen und Wanderexerzitien. Und natürlich die Klassiker: Ignatianische Exerzitien, die "großen" Exerzitien und die individuellen "Exerzitien nach Maß".
Schauen Sie doch mal ins Online-Programm. Oder laden Sie sich das Programm als pdf-Datei  herunter.